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Frauen legen nach einer Trennung mehr Wert auf Freizeit
Scheidungen und Trennungen sind in der modernen Gesellschaft leider an der Tagesordnung. Wurde vor rund 20 Jahren noch jede dritte Ehe geschieden, ist es gegenwärtig bereits jede zweite. Diesen Umstand begründen Verhaltensforscher in erster Linie damit, dass vor allem für Frauen durch zunehmende geschlechtliche Gleichstellung und finanzielle Unabhängigkeit die Gründe zum lebenslangen Ausharren in einer Beziehung immer weniger gegeben sind. Und in der Tat werden zwei Drittel aller Scheidungsanträge in Deutschland von Frauen gestellt.
Frauen trennen sich jedoch nicht nur schneller, sondern auch anders als das männliche Geschlecht. Für Männer bedeutet eine Trennung häufig persönliches Versagen. Sie neigen zum Verdrängen des Schmerzes indem sie sich in Arbeit stürzen, mit einem neuen Abenteuer trösten oder sich stärker dem Konsum von Alkohol oder auch Drogen hingeben. Natürlich gilt das nicht für alle Männer, jedoch zeichnen sich die Tendenzen klar ab. Allerdings besitzen Männer auch die Fähigkeit, sich nach dem Ende einer Beziehung schneller wieder in eine neue Partnerschaft begeben zu können.
Frauen verarbeiten eine gescheiterte Beziehung dagegen einerseits durch starken sozialen Rückzug, der oftmals durch Selbstreflektion geprägt ist und andererseits auch durch intensive Kommunikation mit Freundinnen und Familienangehörigen. Ist die Trauerphase dann einmal geschafft, konzentrieren sich Frauen häufig wieder stärker auf sich selbst und ihre Bedürfnisse. Wieder zu sich selbst finden und Freizeit allein und mit Freunden steht dabei ganz oben auf der Liste. Frauen erleben diese Phase als enorme Erleichterung. Im Vergleich zu Männern sehnen sie sich viel weniger nach dem Expartner zurück. Sie gucken nach vorne und sind bemüht, in einer späteren Partnerschaft ihre Fehler und nachteilige Verhaltensmuster nicht zu wiederholen. Und das braucht Zeit, die sich Frauen oft nehmen. Mindestens ein Jahr bleiben Frauen im Durchschnitt Singles, bevor sie sich wieder eine Partnerschaft wünschen. In der Folgebeziehung versucht das weibliche Geschlecht tendenziell eher, einen Teil der erlangten Single- Freiheit beizubehalten. Viele Frauen beanspruchen einen Teil der Freizeit dann für alleinige Aktivitäten und räumen ihren Freunden ebenfalls mehr Zeit ein. Der Partner muss dann zwar zurückstecken, profitiert letztlich aber davon, weil er mit einer zufriedeneren Partnerin zusammen lebt.
Dieser Beitrag wurde geschrieben von twenni
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