Dez
23

Gabionen-Wand als Grundstücksgrenze


Trends sind Akzente des Alltags, die auch vor Gärten nicht haltmachen. Hier geht es um farbliche Betonungen, die von Gartenbesitzern stets neu gesucht, entwickelt und individuell gestaltet werden. Eine Idee, die zwar Tradition hat, jedoch sich jeder Situation und jedem Bedarf anpassen kann, ist eine Gabionen-Wand. Die italienischen Worte “gabbiar” für “Korb” bzw. “gabbion” für “großer Käfig standen hier Pate bei der Idee, Steine in Metallkörbe zu füllen und somit Abgrenzungen entweder dezent anzudeuten oder markant anzuzeigen. Es gibt hier eine unzählige Menge an Variationen und Stilen, die mit Gabionen-Wand erzeugt oder unterstrichen werden können.
Bei einer üblichen Grundstücksbegrenzung mit Gabionen-Wand geht es darum, Körbe (aus verzinktem Draht) auszulegen und diese dann mit Steinen zu befüllen. Beliebt sind hierbei Natursteine oder Flußsteine – eine so markierte Grenze scheint wie von der Natur selbst vorgegeben. Aber neben der Funktion, eine Linie zu markieren, dienen die Gabionen hier auch als Wasserdrainage. Sind bereits Grenzeinrichtungen vorhanden (etwa eine Mauer), können Gabionen dies noch verschönern. Ihre Eigenschaft ist es nämlich, chamäleonartig sich ihrem Umfeld anzupassen. Dies vor allem dann, wenn sie aufgestellt und aufgefüllt werden, aber dann nicht mehr beachtet. Sehr leicht bieten Gabionen den Raum für neue Biotope, wenn sich in den Zwischenräumen der Steine Kleinsttiere und Pflanzen ansiedeln und die Gabionen-Wand über den Lauf der Zeit hinweg begrünen.

Der Handel bietet Maschengrößen unterschiedlicher Art und auch verschiedene Drahtlegierungen – auch nach Kundenwünschen können Gabionen-Wand gefertigt werden. Sie gehören vielerorts bereits zum Städtebild – öffentliche Plätze, Zoos, Golfplätze, Parkanlagen, Parkplätze, aber Privat- oder Gewerbegrundstücke folgen immer mehr dieser Idee. Bei der sogenannten “S-Gabione” legen die Drahtenden nach innen – andere Ausführungen kennen ein spezielles Steckschließsystem. Die Metalle verfügen über Langzeitkorrosionsschutz und können beliebig den Plätzen angepaßt werden, an denen sie aufgestellt werden. Auch gibt es etwa die “Silent-Plus”-Gabione, die in der Lage ist, mindestens 25 dB Lärm zu dämmen.

Wie erwähnt, ist das Prinzip seit langem bekannt – im Mittelalter nutzte man Weidenkörbe, die dann langfristig verrotteten und die Steinbefüllung übrigließen. Auch im Weinbau werden Gabionen genutzt, hier zum Aufbau und zur Stabilisierung von Trockenmauern. Selbst beim Militär wird diese Technik verwendet, um Schanzen aufzubauen. Es ist der Gitterkorb, der zum Halt der gesamten Anlage beiträgt und deshalb ist das Metall entweder feuerverzinkt oder aus rostfreiem Edelstahl hergestellt. Sogar auch im Wasser- und Flußbau werden sie verwendet, je nach dem, wie hoch die Wand ist, werden sie noch mit einer Frostschutzschicht versehen oder auf einem Betonfundament befestigt.

Dieser Beitrag wurde geschrieben von Elke Lohre

Weitere interessante Berichte:

  • Eine Gabionen-Mauer als schönen Sichtschutz
  • Bilderrahmen sterben niemals aus
  • Lammfell oder Kuhfell – eine nicht ganz leichte Entscheidung
  • Dunstabzugshaube ‘“ Wand-, Insel, oder Fallschirmhaube?
  • Tolle Ideen für die Wanddekoration im Kinderzimmer
  • Tags: ,

    Schreibe einen Kommentar