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Garten und Kinder für Sicherheit und Umwelt
Es hat immer noch seinen Reiz. Kindergenerationen hat es begleitet, von Eltern durfte es nur aus sicherer Distanz und von ganz weit unten betrachtet werden: das Baumhaus im Garten und Kinder. Auch heute sollte es den Kindern ermöglicht werden, das altersgemäße Theaterspielen und die kindliche Freude ‘“ genauso wie die Verschwörermienen und Geheimpläne auszuleben oder auch zwei oder drei Meter über dem Erdboden einfach die Zeit totzuschlagen. Oder zu schmollen.
Doch es gibt Unterschiede zu früheren Zeiten. Nicht mehr die Kinder selbst sind es, die sich die Materialien zum Bau ‘žihres’ Hauses zusammenklauben, sondern heute spielen Erwägungen eine Rolle, die schon ein Appell an die Eltern sind, das Material von der sicheren Seite aus zu erwerben. Denn es gibt heutzutage splitterfreies Holz, welches im Voraus kesseldruckimprägniert ist. Oder es gibt Holz, welches recycled wurde. Möglicherweise eignen sich auch Bambuselemente dafür, dem Garten und Kinder seinen Wunsch zu erfüllen. Denn unsere heutige Zeit nimmt einige Themen ernst, die noch vor wenigen Jahrzehnten für Eltern, Lehrer und Gesellschaft völlig unerheblich schienen:
Die Entfaltung und Ernstnahme des Kindes, die Sicherheit des Kindes und umweltbewußtes Handeln. Und genau diese drei Punkte fließen nicht nur allgemein in die Erziehung ein, sondern auch konkret in die aktive Mitarbeit der Eltern, wenn Garten und Kinder einen Anspruch auf einen individuellen Schutzraum anmelden. Ja, ein Baumhaus ist erlaubt (wenn nicht auf dem eigenen Grundstück, dann kann und sollten zwischen verschiedenen Eltern etwa Vereinbarungen getroffen werden). Zweitens wird sich das Kind die einzelnen Elemente im Baumarkt selbst aussuchen dürfen ‘“ immer unter dem Vorbehalt der Sicherheit, der Öko-Bilanz des jeweiligen Naturstoffes und selbstverständlich den Aspekten der Materialverträglichkeit. Heutzutage ist die Angst also unbegründet, daß ein Baumhaus innerhalb eines Tages vernichtet werden kann durch einen Windstoß oder ‘žunbewohnbar’ wird durch einen Regenguß. Denn Materialien und Sicherheit sind eine Art Schutz und Segen für die Entwicklung des Kindes.
Natürlich ‘“ und dieser Hinweis geht an die Städtebauplaner ‘“ sollten Materialstabilität, Umweltverträglichkeit und Mitspracherecht der Kinder generell auf Spielplätzen einbezogen werden. Denn nur so können es Menschen schon in einem frühen Alter verstehen, auf die Umwelt Rücksicht zu nehmen, aber auch gleichzeitig nicht fahrlässig mit ihrem eigenen Leben umzugehen. Ganze Erlebnisspielplätze oder Schaukelparks könnten im Sinne des geringstmöglichen ökologischen Fußabdrucks geplant, genehmigt und gebaut werden. Dies betrifft selbstverständlich auch Sandkästen, Zäune, die um den Spielplatz gelegt werden. Hier wäre es etwa möglich, die Kreativität der Kinder zu respektieren, indem man sie mit umweltfreundlichen Farben ganze Zaunstrecken bemalen lässt. Das würde hier zwar zu weit führen, soll aber ‘“ über das Baumhaus hinaus ‘“ ein Gedankenanstoß sein.
Dieser Beitrag wurde geschrieben von Elke Lohre
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