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Märchen und Wahrheit
In einem Knigge Kurs kann auch mit manchen Halbwahrheiten und Märchen aus der Welt des richtigen Benehmens aufgeräumt werden. Viele Leute haben gehört, dass es eine Bestecksprache gibt. Wer nach dem Essen sein Besteck in einer bestimmen Position auf den Teller legt, kann damit nonverbal ausdrücken, dass ihm das Essen nicht geschmeckt hat. Ein Märchen, das sich hartnäckig hält.
Im Knigge Kurs erfahren die Teilnehmer worauf es ankommt, wenn man nach dem Mahl das Besteck ablegt. Über eine nicht existente Bestecksprache werden sie in einem Knigge Kurs ebenfalls aufgeklärt. Eine Regel für das Benehmen bei Tisch, die ebenfalls weit verbreitet ist, lautet: Alles Geflügel das auf den Teller kommt, darf mit den Fingern gegessen werden.
Auch kann der Knigge Kurs helfen eine größere Blamage zu verhindern. Bei dieser angeblichen Tischregel, handelt es sich um ein Benimmmärchen. Im Mittelalter kann vielleicht bei Hofe ein solcher Grundsatz gegolten haben. Ein moderner Knigge Kurs zeigt auf, wann das Besteck bei Tisch zum Einsatz kommt. In den meisten Haushalten lernen die Kinder, sofern sich die Eltern mit Fragen des Benehmens beschäftigen, dass Gemüse geschnitten werden darf, Salat hingegen nicht. Auch hier handelt es sich um ein weit verbreitetes Missverständnis.
Der Knigge Kurs erklärt, dass es wenig praktikabel ist und auch nicht besonders zivilisiert aussieht, große Salatstücke nicht zu schneiden und sich in einem Stück in den Mund zu schieben. Wer derartiges propagiert, den Salat nicht zu schneiden, sollte schleunigst einen Knigge Kurs besuchen, denn es gibt hier offensichtlich Defizite was das Benehmen bei Tisch angeht. Grob unhöflich ist folgende Verhaltensweise, die ebenfalls sich als märchenhafte Benimmregel etabliert hat: Wenn einem Gast das Essen nicht schmeckt, legt man sein Besteck auf den Teller und gibt es der Bedienung. Im Knigge Kurs wird eine andere Vorgehensweise für einen solchen Fall gelehrt: Diskret, aber bestimmt sich sofort bei der Servicekraft zu melden.
Dieser Beitrag wurde geschrieben von Elizabeth Bourne
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